Einige gute Gründe für den Bio-Anbau. – Bio für eine bessere Welt.

 
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Im ökologischen Landbau geht es vor allem um Qualität – Lebensqualität und Lebensmittelqualität. Sein Ziel ist es, sowohl die Kreisläufe der Natur, als auch die Gesundheit der Menschen zu respektieren. Durch ihn werden gesunde und hochwertige Lebensmittel erzeugt und gleichzeitig Ökosysteme geschont, die Artenvielfalt erhalten, der Boden geschützt, das Wasser rein gehalten und die Klimabelastung durch die Landwirtschaft gesenkt.

Gut für Umwelt, Mensch und Tier
Ein geschlossener natürlicher Betriebskreislauf ist dafür besonders wichtig. Das funktioniert am besten, wenn Pflanzenanbau und Tierhaltung miteinander kombiniert werden. Die Anzahl der Nutztiere richtet sich nach der Größe der bewirtschafteten Fläche.

Sprich: Auf einem Bio-Hof leben nur so viele Tiere, wie artgerecht gehalten und ernährt werden können. Im Gegenzug liefern die Tiere Mist und Jauche als Dünger für die Pflanzen. Auch die Ernteabfälle werden kompostiert und zur Bodenverbesserung genutzt. Natürlich gibt es auch Bio-Höfe ohne Tierhaltung, die die Vorgaben der EG-Öko-Verordnung erfüllen.

Nicht der maximale Nutzen steht auf einem Bio-Hof im Vordergrund, sondern ein natürlich funktionierender Betriebskreislauf. Diese Haltung nützt Umwelt, Mensch und Tier, da alles miteinander verbunden ist und sich gegenseitig beeinflusst.

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Gut für Tiere
Die artgerechte Tierhaltung spielt im ökologischen Landbau eine große Rolle. Im Winter stehen die Tiere in hellen, gut durchlüfteten Stallungen mit ausreichend Platz. Gefüttert werden sie mit biologischen Futtermitteln, bestenfalls aus eigenem Anbau. Im Sommer versorgen sie sich selbst auf weitläufigen Weideflächen. Das verhindert Krankheiten und stärkt die Tiere. Selbstverständlich sind Wachstumshormone oder -regulatoren sowie genmanipuliertes Erbgut in der Zucht tabu.

Gut für den Boden
Ein weiterer wichtiger Grundsatz des ökologischen Landbaus ist die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, denn nur ein gesunder Boden lässt gesunde Pflanzen wachsen, die wiederum eine gesunde Ernährung für Tier und Mensch sichern. Das fängt schon bei der Wahl der Pflanzen an. Sie müssen zum Klima sowie zu den jeweiligen Bodenbedingungen passen. Eine weite Fruchtfolge auf der Basis von Leguminosen ist dabei entscheidend. Leguminosen, wie zum Beispiel Erbsen oder Luzerne, besitzen die Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft zu binden und im Boden den Pflanzen zur Verfügung zu stellen.

Auch Grün- und organische Düngung, zum Beispiel aus kompostiertem Stallmist, fördern die Fruchtbarkeit des Bodens. Die Verwendung von chemisch-synthetischem Dünger oder von Pflanzenschutzmitteln ist streng verboten. Die Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten erfolgt mechanisch durch Abschütteln, Ablesen, Hacken und Jäten oder biologisch durch den Einsatz von Nützlingen oder natürlichen Pflanzenschutzmitteln.

Gut fürs Klima
Idealerweise kommen die Bio-Rohstoffe ohne lange Transportwege direkt vom Feld. Das vermeidet Umwelt belastenden Lärm und Abgase. Naturkostfachgeschäfte führen vor allem regional erzeugte Lebensmittel. Das fördert die ansässigen Bauern, und die Lebensmittel sind besonders frisch.

Zudem nützt der ökologische Landbau unserem Klima noch auf andere Weise: zum einem durch den Verzicht auf den Einsatz von synthetischen Stickstoffdüngern, die aus Erdöl oder Erdgas gewonnen werden müssen, und zum anderem durch den Humusaufbau und die damit verbundene Anreicherung des Erdreichs mit mehr CO2.

Gut für die Erhaltung von „natürlichen“ Lebensmitteln
Bio-Lebensmittel sollten möglichst Natur belassen sein. Dazu gehört auch der weitgehende Verzicht auf Zusatzstoffe. Von den 400 lebensmittelrechtlich zugelassenen Zusatzstoffen dürfen in Bio-Lebensmitteln nur 40 verwendet werden.

Eine gentechnische Veränderung von Pflanzen oder Tieren ist in der ökologischen Erzeugung und Verarbeitung absolut undenkbar. Natürlich kann es passieren, dass das Feld eines Bio-Bauern durch höhere Gewalt, wie beispielsweise Wind, von einem Nachbarfeld aus konventioneller Landwirtschaft mit genveränderten Pflanzenpollen verunreinigt wird. Ab einer Verunreinigung von 0,9% besteht deshalb eine Kennzeichnungspflicht für zufällig oder nicht zu vermeidende Kontaminationen.

Gut für die Bauern und Erzeuger
Auch Bio-Produkte, die eine lange Reise hinter sich haben, wie Bananen oder Kaffee, lassen sich mit den Grundsätzen des ökologischen Landbaus vereinen. Sie sorgen für mehr Gerechtigkeit im Welthandel. Handelspartner in der „Dritten Welt“ und natürlich auch die Bauern/Erzeuger bekommen für ihre Bio-Produkte im Vergleich zu konventionellen Produkten relativ stabile und hohe Preise, von denen sie ihren Lebensunterhalt gut bestreiten können.

Einige Handelspartner, Erzeuger oder Kooperativen sind zusätzlich an verschiedenen Umweltschutz- oder Entwicklungsprojekten beteiligt: zum Beispiel das CACAONICA-Projekt, das Marli Hoppe-Ritter und Alfred T. Ritter zusammen, 1990 in Nicaragua, ins Leben gerufen haben. Hier wird unter anderem ein Teil des Bio-Kakaos gewonnen, dessen außergewöhnlich gute Qualität Sie ab sofort in jedem Stück RITTER SPORT Bio-Schokolade genießen können.