Hier alles über Schokolade suchen und finden:
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Nährwerterläuterungen.
Gut zu wissen.

Der Nährwert gibt an, wie viel Energie, Kohlehydrate, Fette, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe in einem Lebensmittel zu finden sind. In der Regel werden diese Angaben pro 100g essbarem Anteil gemacht.

Eiweiß/Protein – Ernährungstechnisch das Gelbe vom Ei.

Eiweiße sind Grundbausteine aller Körperzellen (Nerven, Sinnesorgane, Muskeln, Knorpel, Knochen, Sehnen, Bänder, Haut, Immun- und Hormonsystem). Als Enzyme und Hormonbestandteile steuern Eiweißstoffe alle biochemischen Prozesse im Körper. Auch der Transport von Sauerstoff und Nährstoffen wird durch Eiweiße sichergestellt. In der Fachsprache werden Eiweiße Proteine genannt.

Mit Stickstoff und Schwefel enthalten Proteine zwei essentielle Elemente, die in anderen Hauptnährstoffen, den Kohlenhydraten und Fetten, nicht enthalten sind. Fett kann auch aus den mit der Nahrung zugeführten Kohlenhydraten gebildet werden; ebenfalls können Kohlenhydrate aus Proteinen synthetisiert werden. Körperproteine können aber nur durch die zugeführten Proteine gebildet werden.

Die Bausteine der Proteine sind die Aminosäuren. Proteine bestehen aus mehr als 100 Aminosäuren. Bei einer Verknüpfung von weniger als 100 Aminosäuren spricht man von Peptiden (Di-, Oligo- und Polypeptiden).

Gemäß aktuellen Schätzungen besitzt unser Organismus etwa 50.000 verschiedene Proteine, die aus 22 verschiedenen Aminosäuren in unterschiedlicher Abfolge bestehen. Von diesen Aminosäuren sind 8 Stück essentiell, d.h. unser Körper kann sie nicht selber herstellen.

Die essentiellen Aminosäuren sind Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Histidin ist eine halbessentielle Aminosäure. Einen Mangel an Histidin kann der erwachsene Körper kurzfristig ausgleichen für Kinder ist diese Aminosäure essentiell.

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Eiweiße, Proteine kommen nicht nur in Eiern vor. (Bildquelle: fotolia)

Je höher der Anteil essentieller Aminosäuren eines Eiweißes ist, umso höherwertig ist dieses.
Biologische Wertigkeit ist ein Maß für die Effizienz mit der ein Nahrungseiweiß in Körpereiweiß umgewandelt werden kann. Als Bezug gilt Volleiprotein, dessen biologische Wertigkeit auf 100 festgelegt wurde.

Der Proteingehalt der Schokolade steigt mit zunehmendem Milchanteil an. Außerdem nimmt die biologische Wertigkeit des Proteins in der Schokolade durch Zugabe von Milch deutlich zu. Außer den 22 Aminosäuren, die die Proteine aufbauen, gibt es noch weitere, von Aminosäuren abgeleitete Verbindungen mit physiologischer Wirkung. So enthält Kakao u. a. auch Vertreter der Gruppe der N-Phenylpropenoyl-L-Aminosäuren, die gesundheitsfördernde und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen.

Verdauliche/verwertbare Kohlenhydrate – Energie geladen.


Kohlenhydrate sind neben ihrer Funktion als Energielieferanten auch Bestandteil aller biologisch bedeutsamen Strukturkomponenten.


Eine der wichtigsten Funktionen der verdaulichen Kohlenhydrate ist die Energielieferung und –speicherung. Zu den verdaulichen Kohlenhydraten gehören die, für den menschlichen Organismus verwertbaren, Monosaccharide/Einfachzucker (z.B. Glukose, Fruktose, Galaktose) Disaccharide/Zweifachzucker (z.B. Saccharose, Laktose), Oligosaccharide/ Mehrfachzucker (z.B. Raffinose) und Polysaccharide/ Vielfachzucker (z.B. Glykogen, Stärke).
Meist dienen die Polysaccharide, bei Säugetieren sind es die Glykogen und bei Pflanzen die Stärke, seltener auch die Oligo- oder Disaccharide, als Energiespeicher. Sie alle werden meist zu Glukose ab- oder umgebaut und dann in den Zellen zur Energiegewinnung genutzt. Kohlenhydrate werden in unserem Organismus im Muskel und in der Leber in Form von Glykogen gespeichert und dienen als schnell verfügbare Energiereserve.

So können sie mit Proteinen verbunden sein und werden in diesem Fall als Glykoproteine bezeichnet. Diese erfüllen zahlreiche Funktionen im Körper. Sie sind Bestandteile des Immunsystems und der Zellmembranen und wirken bei Zellinteraktionen mit.

Auch mit nicht essentiellen Aminosäuren oder spezifischen Fettsäuren bilden zusammen mit Kohlenhydraten wichtige Moleküle im Körper. Sogar die Grundbausteine unseres Erbgutes (die Glykolipide (auch Glykosphingolipide) und die Nukleotide) besitzen einen Kohlenhydratanteil.
Saccharose (Haushaltszucker) ist nicht nur ein Kohlenhydrat und damit wichtig für unseren Körper, sondern auch eine wichtige, geschmacksgebende Zutat für Schokolade, damit macht sie auch den größten Anteil an Kohlenhydraten in Schokolade aus. Bei Milchschokolade ist Laktose (Milchzucker) am zweithäufigsten vorhanden.

Unverdauliche Kohlenhydrate/Ballaststoffe – Machen Sie es Ihrer Gesundheit leichter.

Unter Ballaststoffen versteht man komplexe, langkettige, (höhermolekulare) Kohlenhydrate sowie einige weitere organische Verbindungen, die im Wesentlichen durch die Enzyme des menschlichen Magen-Darm-Traktes nicht verdaut werden können. In Abhängigkeit ihres Aufbaus können sie teilweise im Dickdarm durch anaerobe Darmbakterien abgebaut werden. Zu den bekanntesten Ballaststoffen zählen Cellulose und Pektine.

In Pflanzen dienen sie zum Aufbau der Stützstruktur. Sie werden in der Lebensmittelherstellung ebenfalls zum Strukturaufbau, wie z.B. das Pektin als Geliermittel in der Marmelade, eingesetzt.


Ballaststoffe besitzen mehrere Eigenschaften, die sich positiv auf unsere Verdauung auswirken.


Ihre hohe Wasserbindungskapazität z.B. hilft die Stuhlmasse zu vergrößern. So beschleunigen sie die Darmpassage. Die Konzentration und Verweilzeit von krebserregenden und die Krebsentwicklung fördernden Verbindungen im Darmlumen wird somit vermindert.

Sie haben zudem teilweise prebiotische Wirkung d.h. fördern das Wachstum von für unsere Darmflora positiven Bakterienstämmen wie z.B. den Bifidusbakterien. Epidemiologische Studien zeigen, dass bei reichlichem Verzehr ballaststoffreicher Lebensmittel das Vorkommen kardiovaskulärer Erkrankungen (Herz-Kreislauferkrankungen), des Kolonkarzinoms (Dickdarmerkrankungen), des Diabetes mellitus Typ II, der Hypertriglyceridämie (Erhöhung der Triglyceride im Blut) und der Hypercholesterinämie (Erhöhung des Cholesterins im Blut) sinkt.
Auch Schokolade enthält Ballaststoffe, je dunkler, desto mehr. Sie stammen aus dem Kakao oder den Zutaten wie z.B. Nüssen.

Zucker – Süße Bausteine.

Als Zucker werden üblicherweise die aus einem Zuckerbaustein bestehenden Monosaccharide und die aus zwei Zuckerbausteinen bestehenden Disaccharide bezeichnet. Die wichtigsten Monosaccharide in Lebensmitteln sind Glukose und Fruktose, die Hauptdisaccharide Saccharose, Laktose und Maltose.
Die Summe der Gehalte an Mono- und Disacchariden gibt die Menge an „Zucker“ an.


Die verschiedenen Zucker sind neben den Fetten die hauptsächlichen Energielieferanten unseres Körpers.


Besonders das Gehirn ist auf eine ständige Zufuhr von Traubenzucker (Glukose) angewiesen. Aus diesem Grund kommt es oft bei stark fallendem Blutzuckerspiegel zu einer Leistungsschwäche, die im Extremfall auch zur Ohnmacht führen kann.

Die den Blutzuckerspiegel erhöhende Wirkung von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln oder Zuckern wird in Prozent im Vergleich zur gleichen Menge reiner Glukose angegeben. Dieser Wert wird als glykämischer Index (GI) bezeichnet. Bezogen auf Glukose beträgt der glykämische Index von Saccharose 59%, Fruktose 20%, Maltose 105% und Laktose 46%.

Saccharose – Zweifachzucker: Wichtig für Mensch und Schokolade.

Saccharose (chemisch für Haushaltszucker) ist ein Disaccharid (Zweifachzucker) bestehend aus Glukose und Fruktose. Wegen seiner süßenden Wirkung und des Einflusses auf die Konsistenz und das Mundgefühl der Schokolade ist Saccharose eine der wichtigsten Zutaten.

Gemäß der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) ist eine Aufnahmemenge an Saccharose, die einer Energiezufuhr bis zu 10% entspricht, akzeptabel.

Glukose – Einfachzucker: Nicht nur gut fürs Gehirn.

Glukose ist ein Monosaccharid (Einfachzucker) und kommt in freier Form nur in wenigen Nahrungsmitteln vor (z.B. Weintrauben und Honig). Sie ist Baustein der Polysaccharide Stärke, Glykogen und Cellulose. In Schokolade liegt sie vor allem in gebundener Form in der Saccharose vor.


Glukose ist von besonderer Bedeutung für Gehirn- und Blutzellen, die zu ihrer Energiegewinnung im Wesentlichen auf diesen Einfachzucker zurückgreifen.


Ferner wird sie zur Regeneration unser Glycogenspeicher in Muskeln und Leber benötigt. Die Resorption von Glukose erfolgt im Vergleich zu anderen Zuckern am schnellsten.

Fruktose – Am leichtesten in Trauben Nuss zu finden.

Fruktose, ein Monosaccharid (Einfachzucker) ist ebenfalls in Schokolade vorhanden. Es kommt ebenfalls vor allem, in gebundener Form, in Saccharose vor. Es ist der Hauptbaustein von Inulin, aber auch die Zuckeraustauschstoffe Sorbit, Sorbitol, enthalten kleine Mengen Fruktose.

Da freie Fruktose vor allem in Honig, Früchten, Beeren und verschiedenen Gemüsearten vorkommt, ist der Gehalt an Fruktose in den Schokoladesorten, die Früchte wie z. B. Sultaninen enthalten, höher.

Fruktose wird im Dünndarm nicht vollständig und auch nur mit 70% der Resorptionsgeschwindigkeit von Glukose aufgenommen. Sie wird im Gegensatz zu Glukose in unserem Stoffwechsel insulinunabhängig abgebaut. D. h. Fruktose erhöht den Blutzuckerspiegel nur sehr geringfügig und ist somit ein für Diabetiker geeigneter Zucker.

Bei einer Fruktoseintoleranz liegt ein Mangel des Enzyms Fruktose-1,6-Diphosphatase oder ein Fehlen des Enzyms Fruktose-1-Phosphataldolase vor. Dadurch kommt es zu einer Anhäufung des Fruktose-1-Phosphats. Zur Therapie des Krankheitsbildes dürfen nur Nahrungsmittel verzehrt werden, die keine Fruktose enthalten. Hierbei ist auch der „versteckte“ Fruktosegehalt von Inulin und Sorbit zu beachten.

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Honig - reich an Fruktose. (Bildquelle: fotolia)

Fett – Für den guten Geschmack.

Fette sind neben Kohlenhydraten und Eiweiß ein lebenswichtiger Hauptbestandteil der Nahrung. Mit ihrer Energiedichte von 9 kcal/g, sind sie der höchste aller Energieträger und ein wichtiger Energiespeicher. Zusätzlich liefern sie wichtige Stoffe, die der Körper nicht selber herstellen kann, wie essentielle Fettsäuren (z.B. Linol- und Linolensäure) und fettlösliche Vitamine (A, D, E und K).


Fette sind in Lebensmitteln sehr wichtige Geschmacksträger.


Die Nahrungsfette bestehen überwiegend aus Triacylglyceriden (TAG) oder kurz Triglyceriden. Sie sind aus drei Fettsäuren, die mit dem dreiwertigen Alkohol Glycerin verbunden sind, aufgebaut.

Fettsäuren – Am besten ungesättigt auf den Tisch.

Die Fettsäuren sind nach ihrem Sättigungsgrad (Anzahl der Doppelbindungen) in die beiden Gruppen gesättigte Fettsäuren und ungesättigte Fettsäuren unterteilt. Fettsäuren, die keine Doppelbindungen enthalten, werden als gesättigt bezeichnet. Sind Wasserstoffatome durch eine Doppelbindung oder mehrere Doppelbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen ersetzt, werden sie als ungesättigt bezeichnet. Besitzen sie eine Doppelbindung, werden die Fettsäuren als einfach ungesättigt bezeichnet; besitzen sie mehrere Doppelbindungen, so spricht man von mehrfach ungesättigten Fettsäuren.


Fettsäuren sind essentielle Komponenten, die der Körper nicht selbst produzieren kann.


Wichtig sind die essentiellen Fettsäuren z.B. zur Bildung der Zellmembranen. Sie stellen deren Funktion und Dichtigkeit sicher. Sie wirken an der Regulierung des Cholesterinstoffwechsels mit und sind Vorstufen einiger lokal wirksamen Hormone (z.B. Prostaglandine, Thromboxane und Leukotriene). Diese Gewebshormone sind an der Wundheilung, Entzündungen, der Thrombozytenagglomeration und verschiedenen anderen Funktionen beteiligt.

Durch ihren hohen Anteil in der Kakaobutter sind in der Schokolade die gesättigten Fettsäuren Stearin- (34%) und Palmitinsäure (25%) sowie die einfach ungesättigte Fettsäure Ölsäure (28%), gefolgt von der zweifach ungesättigten Fettsäure Linolsäure (2%) vorherrschend. Linolsäure ist eine essentielle Fettsäure.
Gesättigte Fettsäuren sind bekannt dafür, das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen zu erhöhen, indem sie die Plasmalipide und Lipoproteine erhöhen.
Stearinsäure, die vorherrschende gesättigte Fettsäure in Schokolade, erhöht nicht in gleichem Maße den Blutcholesterinspiegel, wie dies sonst von gesättigten Fettsäuren bekannt ist. Der LDL-Cholesterinspiegel wird nicht durch die gesättigten Fettsäuren der Schokolade belastet. Die einfach ungesättigte Fettsäure Ölsäure und die zweifach ungesättigte Fettsäure Linolsäure, die zur Gruppe der Omega-6-Fettsäuren gehört, sind ebenfalls in höherem Umfang in Schokolade enthalten.

Transfettsäuren – Senken das HDL Cholesterin Trans-Rapid.

Die Doppelbindungen in ungesättigten Fettsäuren sind überwiegend cis-konfiguriert, d.h. die Wasserstoffatome an den mittels Doppelbindung verknüpften Kohlenstoffatomen stehen auf der gleichen Seite der Doppelbindung. Die gestreckte Fettsäurekette erhält dadurch einen Knick.
Bei Transfettsäuren befinden sich die Wasserstoffatome an den durch Doppelbindungen verknüpften Kohlenstoffatomen auf der entgegengesetzten Seite. Die Fettsäurekette ist dadurch vollständig gestreckt.

Transfettsäuren kommen vor allem in teilweise gehärteten Fetten vor. Natürlicherweise sind sie im Fleisch von Rindern und Schafen und anderen Wiederkäuern und in geringem Umfang auch in deren Milch und Milchprodukten zu finden. Sie werden durch die Mikroorganismen in den Tiermägen gebildet und gelangen so in das Fleisch und die Milch.
Bei einer Zufuhr von mehr als 10-20g pro Tag, die genaue Menge ist noch in Diskussion, führen Transfettsäuren zu einem Anstieg des LDL- und Gesamtcholesterins sowie zu einer Senkung des HDL-Cholesterins.

Durchschnittlich werden in Deutschland etwa 4-6g an Transfettsäuren mit der Nahrung aufgenommen. Transfettsäuren gelten in der gegenwärtigen Beurteilung als möglicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf- Erkrankungen.

Cholesterin – Gesättigt oder ungesättigt – das ist hier die Frage.

Cholesterin gehört zur Gruppe der Lipide, d.h. der Fette und fettähnlichen Substanzen, und wird entweder vom Körper selbst gebildet oder über die Nahrung aufgenommen.


Cholesterin erfüllt einige lebensnotwendige Aufgaben in unserem Körper. So ist es z. B. die Vorstufe einiger Hormone und sichert die Stabilität der Zellmembranen.


Im Blut ist Cholesterin an Trägereiweiße gebunden und kommt in drei verschiedenen Transportformen als HDL- („gutes Cholesterin“), LDL- („schlechtes Cholesterin“), VLDL-Cholesterin („schlechtes Cholesterin“) vor. Eine Erhöhung des LDL- gegenüber dem HDL-Choslesterin erhöht das Risiko der Bildung von Arteriosklerose und in Folge auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

Die Cholesterinzufuhr sollte 300mg/Tag nicht wesentlich übersteigen, wenngleich das Nahrungscholesterin meist nur einen geringen Einfluss auf die Höhe des Serumcholesterinspiegels hat.

Obwohl Schokolade einen relativ hohen Fettgehalt hat, geht aus zahlreichen Untersuchungen hervor, dass sich ihr Genuss nur gering auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Falls Sie aber trotzdem lieber auf Cholesterin in Schokolade verzichten möchten, dann greifen zu Schokolade ohne Milchbestandteile, dazu zählen in der Regel Bitter- und Zartbitterschokoladen. Nur in milchhaltiger Schokolade ist Cholesterin als Bestandteil der Milch enthalten.

Vitamine – A bis E.

Vitamin A (Retinol und die Retinoide) – Nicht nur was fürs Auge.


Das fettlösliche Vitamin A ist essentiell für den Sehvorgang.


Vitamin C (Ascorbinsäure) – Der Schutz vor Skorbut (früher die gefürchtete Seefahrerkrankheit).

Daneben hat es eine wichtige Bedeutung für das Immunsystem, die Hautbildung und wirkt als Wachstumsfaktor. Zahlreiche Carotinoide, die Vorstufen von Vitamin A sind, wirken als Radikalfänger, auch Antioxidantien genannt.

Ein hoher Vitamin A Gehalt liegt in Leber, Vollmilch, Butter, Käse und Eigelb vor. Vorstufen des Vitamin A, vorwiegend β-Carotin, sind in Gemüse (z. B. Karotten, Spinat und Broccoli) und in Obst (Aprikosen, Mangos, Nektarinen und Pfirsichen) enthalten.

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Voll Vitamine - Früchte. (Bildquelle: fotolia)

Das wasserlösliche Vitamin C nimmt eine Reihe von Funktionen war. Es ist ein starkes Reduktionsmittel, ebenfalls wie das Vitamin A ein Radikalfänger und ein Antioxidans.
Vitamin C ist beteiligt an der Funktionserhaltung des Bindegewebes, es unterstützt die Eisenaufnahme aus der Nahrung und wirkt mit bei der Wundheilung. Es verbessert die Immunabwehr, indem es sich in den Leukozyten anreichert und aktivierte T-Zellen unterstützt. Es trägt zur Vorbeugung gegen Arteriosklerose bei, indem es die Innenwände der Arterien glättet, so dass sich kein Cholesterin anheften kann.

Vitamin C ist ein wichtiger Schutz für die Hirnanhangsdrüse und unterstützt deren Hormonausschüttung. Es ist an den Regelkreisen der Sexualhormone, der Stresshormone, des Wachstums und der Schilddrüsentätigkeit beteiligt.

Ein hoher Vitamin C Gehalt liegt in Obst und Gemüse vor. Überschüssiges Vitamin C wird einfach über die Niere wieder ausgeschieden, da es wasserlöslich ist. Bei zu hoher Aufnahme besteht die Gefahr der Bildung von Nierensteinen.

Vitamin E (Tocopherole und Tocotrienole) – Ihr Herz hat es ins Herz geschlossen.

Das fettlösliche Vitamin E hat ebenfalls die Funktion eines Antioxidans, schützt vor allem Zellmembranen und spielt eine wichtige Rolle bei der Verhinderung kardiovaskulärer Erkrankungen (Herz Kreislauferkrankungen), indem es hochreaktive Sauerstoffverbindungen abfängt.

Ein hoher Gehalt an Vitamin E liegt in Avocados und Samen, Nüssen und daraus hergestellten Ölen vor. Die Öle sollten wenn möglich kalt gepresst sein.

Eine Portion Schokolade (40g) kann etwa 15% des geschätzten Tagesbedarfes an Vitamin E eines durchschnittlichen Erwachsenen abdecken.

Mineralstoffe – Schokolade fürs Herz.

Dunkle Schokolade weist aufgrund des höheren Kakaoanteils einen höheren Gehalt an Mineralstoffen auf. Magnesium, Kalium, Calcium und Kupfer sind in erhöhtem Maße in Schokolade enthalten. Diese Mineralstoffe können einen Beitrag dazu leisten, hohen Blutdruck zu verhindern und das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen zu reduzieren.
Eine Kombination aus sekundären Pflanzenstoffen, Mineralien und essentiellen Nährstoffen soll den bestmöglichen Schutz gegen Herz-Kreislauferkrankungen bieten.

Calcium – Schokolade essen ist ein „Knochenjob“.

Der Mineralstoff Calcium hat vielfältige Funktionen. Er ist wichtiger Bestandteil von Knochen und Zähnen, die gleichzeitig als Calciumdepot dienen. Weiterhin hat Calcium Funktionen als Signalmolekül in den übrigen Geweben, ist an der Muskelkontraktion, der Reizübertragung im Nervensystem sowie an der Aktivierung des Blutgerinnungssystems beteiligt und wirkt als Co-Faktor einiger Schlüsselenzyme.

Calcium ist vor allem in Milch, Milchprodukten, Gemüse (z.B. Broccoli, Grünkohl, Fenchel), Kräutern (wie Petersilie, Kresse, Dill) sowie Nüssen zu finden.

In Milchschokolade ist im Vergleich zu Dunkler Schokolade fast die vierfache Menge an Calcium enthalten. Eine Portion (40g) Milchschokolade deckt ungefähr 8%, eine Portion (40g) Dunkle Schokolade deckt über 2% des Tagesbedarfs an Calcium eines 70kg schweren und gesunden Erwachsenen ab.

Natrium – Ein Mineralstoff lässt die Muskeln spielen.

Die wichtigsten Funktionen des Mineralstoffes Natriums sind die Regulation des Wasserhaushalts, des Säure-Basen-Haushalts und des osmotischen Drucks der Zellen. Natrium wird des Weiteren zur Unterstützung einer Reihe von Enzymen benötigt.


Es ist wesentlich bei der Weiterleitung von elektrischen Impulsen in Nerven und Muskelzellen, sowie bei der Kontraktion von Muskeln, einschließlich des Herzens, beteiligt.


Das als Kochsalz (Natriumchlorid) aufgenommene Natrium wird mit einem Anstieg der Blutdruckwerte in Verbindung gebracht. Allerdings hat sich gezeigt, dass dies nur für Personen mit Salzsensitivität (schätzungsweise 25% der Bevölkerung) zutrifft. Die Höhe der akzeptablen Kochsalzaufnahme ist somit individuell verschieden.
Frische pflanzliche Produkte wie Gemüse, Obst und Getreide sind natriumarm.

Magnesium – Gehen Sie kein Risiko ein: essen Sie Schokolade.


Eine Schlüsselrolle hat Magnesium bei der gesunden Funktion von Herz und Kreislauf.


Es ist an der Zusammenarbeit von Muskel- und Nervenzellen beteiligt und damit für das gesamte Nervensystem wichtig. Es dämpft z.B. die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln.

Eine weitere wichtige Bedeutung hat es für den gesunden Knochenaufbau, gleiches gilt für gesunde Zähne. An rund 300 Enzymreaktionen ist es beteiligt und spielt u. a. eine wichtige Rolle im Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten sowie bei der Zellteilung. Magnesium wird im Dünndarm resorbiert, wobei sich die Aufnahme von Magnesium durch Calcium deutlich verbessert.
Eine zu geringe Magnesiumaufnahme kann das Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Schlaganfall erhöhen.

Magnesiumreiche Lebensmittel sind Nüsse, Haferflocken, Weizenkeime, Hirse, Vollkornbrot, Sonnenblumenkerne, Quinoa und Amaranth.

Eine Portion (40g) Milchschokolade deckt ungefähr 8% – bis 10%, eine Portion (40g) Dunkle Schokolade deckt ungefähr 15% des Tagesbedarfs an Magnesium eines durchschnittlichen Erwachsenen.

Kalium – In jeder Schokolade steckt auch ein Apfel.

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Besonders reich an Kalium - Äpfel. (Bildquelle: fotolia)

Kalium ist für die Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks in der Zelle, für das Zellvolumen, die Regulation des Wasserhaushalts zuständig und für die Funktion von Nerven und Muskeln unentbehrlich. Ebenfalls sind einige Enzyme kaliumabhängig und werden durch den essentiellen Mineralstoff aktiviert. Ein Mangel an Kalium soll das Bluthochdruckrisiko und Schlaganfallrisiko erhöhen.

Kalium kommt u.a. in Banane, Milch, Champignons, Tomate, Aprikose, Weizenkeimen, Paprika und Äpfeln vor.

Schokolade enthält etwa gleich viel Kalium wie Äpfel. In Milchschokolade ist etwa ebenso viel Kalium enthalten wie in Dunkler Schokolade. Eine Portion Schokolade (40g) deckt etwa 9% des Tagesbedarfs an Kalium eines durchschnittlichen Erwachsenen ab.

Spurenelemente.

Eisen – Nicht so leicht loszueisen.

Eisen ist das am weitest verbreitete Spurenelement im menschlichen Körper. Wichtige Eisenlieferanten sind Schweineleber, Hülsenfrüchte, Hafer und Kalbfleisch. Wichtig ist nicht allein der Gehalt an Eisen, sondern insbesondere auch das Vorliegen absorptionsförderlicher Faktoren im Nahrungsmittel.

Die Verfügbarkeit von Eisen aus tierischen Nahrungsmitteln ist deutlich höher als die aus pflanzlichen Lebensmitteln. Ungünstig auf die Verfügbarkeit von Eisen wirken z.B. Phytinsäure (z.B. in Kleiebestandteilen von Getreide), Oxalsäure (z.B. in Spinat oder Rhabarber), Tannine, Calcium, Phosphat sowie einige Ballaststoffe aus. Unterstützend für die Eisenaufnahme wirken Vitamin C und Milchsäure (in Molke, Joghurt und Sauerkraut).
Für die Eisenversorgung sind Lebensmittel wie Fleisch, Weizenkeime, Haferflocken, Vollkornbrot, Spinat, Hirse, Quinoa und Amaranth vorteilhaft. Früher ist Spinat häufig als Eisenquelle sehr in den Vordergrund gehoben worden, dies beruhte jedoch auf einem Analysenfehler.

Eisen liegt im Hämoglobin oder als Myoglobin vor und ist somit für den Sauerstofftransport erforderlich. Es ist für die Energiegewinnung in den Zellen notwendig und übernimmt weiterhin übernimmt es Funktionen bei der Immunabwehr und der DNS-Synthese.

Kupfer – Eine glänzende Bilanz.

Kupfer gehört ebenfalls zu den Spurenelementen. Kupfer ist ein Bestandteil zahlreicher Enzyme. Es ist an der Bildung des Bindegewebes beteiligt, wirkt am Elektronentransport in der Atmungskette mit und trägt so zur Gewinnung von Energie bei. Weiterhin ist Kupfer an der Bildung der Erythrozyten (roten Blutkörperchen) beteiligt. Es katalysiert die Oxidation von zwei- zu dreiwertigem Eisen, das somit verwertbar wird. Es unterstützt die Bildung von Melanin in der Haut und wirkt immunanregend und entzündungshemmend.
Ein Mangel an Kupfer kann zu Gefäßerkrankungen beitragen.

Hohe Mengen an Calcium, Zink und Eisen vermindern die Absorption von Kupfer. Für die Absorption förderlich wirken verschiedene Aminosäuren sowie organische Säuren (z.B. Zitronensäure, Äpfelsäure, Milchsäure) und Polymere der Glucose.
Gute Kupferlieferanten sind neben Kakao auch Innereien, Fische, Schalentiere, Nüsse, einige Gemüsesorten und Vollgetreide.

Eine Überdosierung oder Vergiftung mit Kupfer ist selten. Es wird aber vermutet, dass ein hoher Kupfergehalt des Trinkwassers (über 10 mg/l) bei kleinen Kindern zu Leberschäden führen kann.

Eine Portion Milchschokolade (40g) deckt ungefähr 20% – 40%, eine Portion Dunkle Schokolade (40g) deckt über 40% des Tagesbedarfs an Kupfer eines durchschnittlichen Erwachsenen ab.

Purine: Theobromin und Koffein – Eine Anregung zum Naschen.

Theobromin und Koffein sind nicht fettlöslich. Ihr Gehalt in Schokolade nimmt entsprechend dem fettfreien Kakaogehalt der Schokolade zu.

Theobromin und Coffein sind organische Verbindungen, die Stickstoff enthalten. Sie gehören zur Wirkstoffklasse der Methylxanthine, die wiederum zur Stoffklasse der Alkaloide zählen. Theobromin ist das Hauptalkaloid des Kakaos, sein Coffeingehalt ist vergleichsweise gering.

Theobromin schmeckt bitter und ist gemeinsam mit andern Verbindungen die Ursache für die Bitterkeit von Kakao. Die Theobromingehalte im Kakao sind natürlichen Schwankungen unterworfen. Sie werden von der Verarbeitungsweise, der geographischen Herkunft, dem Reifegrad zum Erntezeitpunkt sowie dem Gewicht der Kakaobohnen beeinflusst.

Methylxanthine werden vom menschlichen Körper schnell aufgenommen. Bereits innerhalb von 6 bis 10 Stunden nach ihrer Aufnahme sind sie zur Hälfte abgebaut. Theobromin hat im Gegensatz zu Koffein keine anregende Wirkung auf das Zentralnervensystem. Es wirkt diuretisch (fördert die Harnausscheidungen), gefäßerweiternd und anregend auf den Herzmuskel. Seine Wirkungen sind jedoch schwächer als die des Koffeins.