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Bio-Kontrollen
Alles unter Kontrolle.

Bio-Lebensmittel gehören zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland. Die EG-Öko-Verordnung schreibt Erzeugern, Verarbeitern und Händlern genau vor, welche Rohstoffe und Zutaten verwendet werden dürfen, und wie die Bio-Ware zu lagern ist. Damit alle Betriebe in der Europäischen Union diese Vorschriften einhalten, werden sie mindestens einmal jährlich von staatlich zugelassenen Kontrollstellen überprüft - sowohl durch angekündigte als auch unangemeldete Kontrollen.

Von Anfang an Bio.

Am Anfang der „Bio-Kette“ stehen die Erzeuger, also die Bio-Bauern. Hier achten die Kontrolleure besonders auf eine strikte Trennung von ökologischer und konventioneller Produktion. Auch der Einsatz und die Lagerung herkömmlicher Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel sind auf einem Bio-Hof nicht erlaubt. Im Zweifel werden zur Überprüfung Bodenproben entnommen.

Ein Herz für Tiere.

Auch die artgerechte Tierhaltung ist eine wichtige Grundbedingung. Weideflächen müssen genügend Auslauf bieten und Futtermittel dürfen nur aus ökologischem Anbau stammen; bestenfalls aus dem eigenen Betrieb. Tiere auf einem Bio-Hof dürfen zudem nicht vorbeugend mit Medikamenten, wie Antibiotika etc., behandelt werden. Wenn ein Betrieb einem Bio-Verband angehört, müssen die Kontrolleure außerdem sicher stellen, dass auch die im Vergleich zur EG-Öko-Verordnung meist strengeren Richtlinien eingehalten werden.

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Bildquelle: fotolia

Bio: Lupenrein.

Das zweite Glied in der Kette sind die verarbeitenden Betriebe und Hersteller weiterer Bio-Produkte. Hier werden sowohl die Rohstoffe auf ihre Bio-Qualität überprüft, als auch die Rezepturen und Herstellungsprozesse. Dazu nehmen die Kontrolleure die Verarbeitungsräume, die Lagereinrichtungen und den Verkaufsraum genauestens unter die Lupe. Auch betriebliche Veränderungen und Produktkennzeichnungen müssen dokumentiert und überprüft werden. Am Ende wird eine Warenstrombilanz erstellt: Hierbei werden die Zukaufs- und Verkaufsmengen verglichen. So lässt sich genau nachvollziehen, ob das Mengenverhältnis zwischen Bio-Produkten und zuvor gekauften Bio-Rohstoffen stimmt.

Die Kontrolle der Kontrolle.

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Qualitätskontrolle von Kakaobohnen.

Erfüllt ein Bio-Produkt alle Vorschriften wird es neben dem Bio-Siegel auch mit dem Namen und/oder der Nummer der zuständigen Kontrollstelle gekennzeichnet. Die findet man meist in unmittelbarer Nähe der Zutatenliste. So ist einwandfrei nachvollziehbar, von welchem Acker die Zuckerrübe stammt und wo die Kuh zu Hause ist, deren Milch weiterverarbeitet wurde. In Deutschland wird eine Codenummer mit folgendem Schema verwendet: DE-000-Öko-Kontrollstelle.

Die ersten beiden Buchstaben bezeichnen den Staat, in dem die Kontrollstelle zugelassen ist. Die dreistellige Zahl ist die Kennziffer der jeweiligen Kontrollstelle. So können auch diese regelmäßig einer staatlichen Überprüfung unterzogen werden.
Quasi eine Kontrolle der Kontrolleure. Und schlussendlich sind Sie die letzte Kontrollinstanz in der „Bio-Kette“: mit Ihrer Geschmackskontrolle.