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Die ersten Schokoliebhaber - die Olmeken
Eine der ältesten Leidenschaften der Welt.

Schokolade wurde zunächst nur in der Neuen Welt (Mittel- und Südamerika) konsumiert. Allerdings war sie auch dort, nicht besonders weit verbreitet.

Schon gewußt?
Die Geschichte der Schokolade beginnt vor ca. 4000 Jahren. Allerdings nicht in fester, sondern in flüssiger Form. Wenn im Folgenden also von Schokolade die Rede ist, dann von Trinkschokolade. Tafeln wie wir sie heute kennen, bezeichnet man erst seit dem 19. Jahrhundert als Schokolade.

Die Neue Welt.

Das lag zum einen daran, dass die anspruchsvolle Kakaopflanze ausschließlich im tropischen Amerika wild gedieh bzw. kultiviert werden konnte. Zum anderen war der Konsum von Kakaobohnen eine elitäre Angelegenheit, die lediglich in den begüterten Schichten der mittelamerikanischen Hochkulturen gepflegt wurde. Die auf einer einfachen Kulturstufe lebenden Indianerstämmen am unteren Amazonas genossen das zuckerhaltige Fruchtfleisch der Kakaofrüchte, die Pulpa, frisch oder vergoren als alkoholisches Getränk, ohne den Samen (Kakaobohne) Beachtung zu schenken.

Die Olmeken (Blütezeit 1200 – 400 v. Chr.)

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Kolossalkopf der Olmeken.

Im fruchtbaren, feuchten Osten Mexikos (heutiges Gebiet von Veracruz und Tabasco) treffen wir um 3000 v. Chr. auf die erste Hochkultur Amerikas – die Omelken, mit ihnen beginnt die Schokoladengeschichte.

Ihre riesigen Zeremonialzentren und Pyramiden waren Vorbild für alle nachfolgenden Kulturen wie die der Maya, Tolteken und Azteken. Am bekanntesten sind die von ihnen geschaffenen, gigantischen tonnenschweren Basaltsteinköpfe. Bis zu 3m hohe und 50 Tonnen schwere Abbilder ihrer Könige meißelten sie aus Stein. Der dafür verwendete besonders harte Stein kam von weit her. Circa 125 km musste er auf Flössen über Wasser und durch Urwald transportiert werden– eine wirklich beeindruckende Leistung.


Ob Sprache, Kalender, Mythologie, Schrift, Zahlensystem, Ballspiel oder Nixtamalisation (Verarbeitung von Mais zur Nährstoffausschließung) die Olmeken kannten und nutzen es bereits.


Doch dann, um ca. 400 v. Chr. verlieren wir ihre Spur. Es haben nur wenige Aufzeichnungen von ihnen die Zeit überdauert, so dass es den Forschern bisher unmöglich war ihre wenigen Niederschriften zu entziffern. Heute können wir in vielen Bereichen nur spekulieren und Vermutungen anstellen, wie dass vielschichtige und interessante Leben der Olmeken aussah. Selbst den Name „Olmeken“, den wir ihnen verliehen, bezieht sich eigentlich auf ein Volk, das später in dieser Gegend lebte.

Aber ihre Sprache, eine Ur-Form der Mixe-Zoque-Sprache, wird selbst heute noch gesprochen. Einige tausenden Bauern, die auf den ehemaligen Siedlungsgebiet und der Umgebung leben, sprechen sie und halten sie so am Leben.

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Historische Darstellung der Kakaopflanze.

Die Olmeken und die Schokolade.

Das die Olmeken die Ersten waren die Kakaobäume kultivierten, gilt heute als nahezu sicher. Archäologen fanden Artefakte, die beweisen, dass neben dem Hauptnahrungsmittel Mais auch der Kakaobaum von ihnen gezüchtet wurde.

Ein weiteres Indiz ist der Begriff „cacao“, ursprünglich „kakawa“ ausgesprochen. Er war bereits Bestandteil des Wortschatzes der Olmeken. So liegt die Vermutung nahe, dass die Olmeken nicht nur den Kakaobaum kannten, sondern auch die Ersten waren, die aus seinen Bohnen Schokolade herstellten. Wer sie trank und wie sie Schokolade zubereiteten hingegen, werden wir wohl nie erfahren.

Der Einfluss der Olmeken als Hochkultur auf ihre Nachbarvölker, mit denen sie z.B. Handel trieben, war beträchtlich. Es waren dann auch diese Völker, die Teile des olmekischen Wissens und der Sprache am Leben erhielten. Als dann das Volk der Maya um ca. 1000 v. Chr. begann sich auszubreiten, trafen sie auf eben diese Mixe-Zoque sprachigen Stämme und übernahmen deren Wissen, also eigentlich das olmekische, über den Kakao.